Danke für Deinen Beitrag zum Crowd­funding des Verkehrsentscheids!

Deine Spende fließt direkt in die Organisa­tion und Durch­führung der Unter­schriften­sammlung: für die Produktion von Informations- und Werbe­mitteln, Veranstaltung von Mobili­sierungs­aktionen, Öffentlich­keits­arbeit, Über­setzungen, barriere­arme Kommunika­tion sowie für Trainings der Sammler*innen.

Amtliche Eintragungsstellen für das Volksbegehren

Öffnungszeiten:
Montag von 8 bis 15 Uhr
Dienstag und Donnerstag von 11 bis 18 Uhr
Mittwoch und Freitag von 8 bis 13 Uhr

Gehen die Öffnungszeiten der Bürgerämter darüber hinaus, dann sind die Auslegungsstellen ebenso lange geöffnet.

Bezirk Mitte

Rathaus Mitte, Eingangshalle, Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin
Rathaus Tiergarten, Eingangshalle, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin
Rathaus Wedding, Eingangshalle, Müllerstraße 146, 13353 Berlin

Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

Bezirkswahlamt, Aufgang B, 4. Etage, Frankfurter Allee 35/37, 10247 Berlin

Bezirk Pankow

Bürgeramt Weißensee, Berliner Allee 252-260, 13088 Berlin
Bürgeramt Karow/Buch, Franz-Schmidt-Straße 8-10, 13125 Berlin
Bürgeramt Prenzlauer Berg, Haus 6, Fröbelstraße 17, 10405 Berlin
Bürgeramt Pankow, Breite Straße 24a–26, 13187 Berlin

Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf

Bürgeramt Hohenzollerndamm, Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin

Bezirk Spandau

Bürgeramt Rathaus Spandau, Raum 11, Carl-Schurz-Straße 2/6, 13597 Berlin

Bezirk Steglitz-Zehlendorf

Rathaus Steglitz, Pförtnerloge, Schloßstraße 37, 12163 Berlin
Rathaus Zehlendorf, Pförtnerloge, Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin

Bezirk Tempelhof-Schöneberg

Bürgeramt Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin
Bürgeramt Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
Bürgeramt Lichtenrade, Briesingstraße 6, 12307 Berlin

Bezirk Neukölln

Bürgeramt 1, Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Straße 83–85 (Eingang: Donaustraße 29), 12043 Berlin

Bezirk Treptow-Köpenick

Rathaus Treptow, Pförtnerloge, Neue Krugallee 4, 12435 Berlin
Rathaus Köpenick, Warteraum Bürgeramt, Raum B0.36, Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin

Bezirk Marzahn-Hellersdorf

Bürgeramt Marzahner Promenade, Marzahner Promenade 11, 12679 Berlin
Bürgeramt Biesdorf Center, Elsterwerdaer Platz 3, 12683 Berlin
Bürgeramt Riesaer Straße, Riesaer Straße 94, 12627 Berlin

Bezirk Lichtenberg

Rathaus Lichtenberg, Pförtner, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin

Bezirk Reinickendorf

Rathaus Reinickendorf, im Eingangsbereich / Foyer, Eichborndamm 215, 13437 Berlin

Soliorte

Friedrichshain

Aktionsbüro Volksbegehren
Rigaer Straße 85

Antrieb Berlin
Grünberger Straße 12

Zum Goldenen Lenker
Grünberger Straße 90

Samariter Unverpackt
Schreinerstraße 14

Kreuzberg

ADFC Berlin / Velokiez
Möckernstraße 47

Basic Sole
Oranienstraße 195

fsk Kino
Segitzdamm 2

Kisch & Co.
Oranienstraße 32

LeseGlück
Ohlauer Straße 37

Supermarché
Wiener Straße 16

Velogut
Skalitzer Straße 33

Mitte

Veit Friseure
Chausseestraße 110

DHL Shop
Reinhardstraße 46

Der Eisladen
Luisenstraße 14

Bio Company
Friedrichstraße 136

Bio Company
Chausseestraße 19

Fahrrad Frank
Torstraße 220

Café Buchhandlung
Tucholskystraße 32

Café Tirrée
Birkenstraße 46

Frau Polda – Buchbistro
Maxstraße 10c

KlaMotte
Nazarethkirchstraße 40

Antiquariat Mackensen & Niemann
Malplaquetstraße 13

Rosa Parks Café
Soldiner Straße 13

Neukölln

Bouldergarten
Thiemannstraße 1, Tor 4/2, HH

Pankow

Berta Block
Mühlenstraße 62

Fahrradladen Spurtreu
Göhrener Straße 1

Mutabor — Antiquariat
Immanuelkirchstraße 6

Steglitz-Zehlendorf

Klimacollege
Berlepschstraße 4

Tempelhof-Schöneberg

Bio Company
Hauptstraße 31/32

Boulderhalle urban apes bright site
Wilhelm-Kabus-Straße 40

Buchhandlung Thaer
am Friedrich-Wilhelm-Platz, Bundesallee 77

Dampfer Kollektiv
Herbertstraße 1

Die Erbsenzählerei — Gutes unverpackt
Kolonnenstraße 48–49

Gorilla Bäckerei
beim EUREF Campus

Odeon Kino
Hauptstraße 116

Zeitraum-Café
am Walther-Schreiber-Platz, Bundesallee 93

Lichtenberg

Ostbloc
Hauptstraße 13

Newsletter abonnieren!

jetzt unterschreiben!

Du kannst die Unterschrifts­listen selbst ausdrucken vom PDF und unterschreiben, Freund*innen und Bekannte fragen und die Liste voll machen. Per Post an:

Verkehrsentscheid / Aktionsbüro Volksbegehren
Rigaer Straße 85, 10247 Berlin


oder persönlich abgeben. Bei Volksbegehren ist eine Online-Unterschrift nicht möglich.

Unterschriftslisten per Post anfordern!

Bis zum 8. Mai 2026 haben wir Zeit, um 240.000 Unter­schriften zu sammeln, damit das Berliner Gesetz für gemeinwohl­orientierte Straßen­nutzung im September 2026 zur Abstimmung kommt.

Wenn Du Unterschriftslisten bequem per Post erhalten möchtest, um in Deinem Umfeld zu sammeln, trage Deine Anschrift hier ein:

Infoabend und Sammeltraining

Informieren, Material abholen und Leute kennenlernen. Nächste Termine:

Dienstag, 14. April 2026, 19 Uhr in der Malmöer Straße 29, 10439 Berlin, Metalltreppe am Haus hochgehen zum Raum (StG Pankow Onboarding/Infotreffen/Stammtisch)

Mittwoch, 15. April 2026, 19 Uhr im Zukunftshaus Wedding, Müllerstraße 56–58, 13349 Berlin (StG Wedding)

Donnerstag, 16. April 2026, 19 Uhr im Tante Emma, Köpenicker Straße 1, 10997 Berlin (StG Kreuzberg Onboarding/Treffen)

Freitag, 17. April 2026, 19 Uhr im Aktionsbüro, Rigaer Straße 85, 10247 Berlin (U5 Samariterstraße)

Samstag, 18. April 2026, 14 Uhr Tempelhofer Feld, im Rahmen der Auftaktveranstaltung beim Omnibus der Direkten Demokratie (genauer Ort wird noch bekanntgegeben)

Montag, 20. April 2026, 18 Uhr im Solid, Graefestraße 18, 10967 Berlin (U8 Schönleinstraße)

Dienstag, 21. April 2026, 18 Uhr online via Big Blue Button

Dienstag, 21. April 2026, 18:30 Uhr im Interkular, Lichtenrader Straße 12, 12049 Berlin (StG Neukölln)

Mittwoch, 22. April 2026, 19 Uhr in der Malmöer Straße 29, 10439 Berlin, Metalltreppe am Haus hochgehen zum Raum (StG Pankow Onboarding/Infotreffen/Stammtisch)

Mittwoch, 22. April 2026, 19 Uhr im Interkosmos, Fanningerstraße 47, 10365 Berlin (StG Lichtenberg Treffen)

Donnerstag, 23. April 2026, 19 Uhr im Tante Emma, Köpenicker Straße 1, 10997 Berlin (StG Kreuzberg Onboarding/Treffen)

Freitag, 24. April 2026, 19 Uhr im Kampagnenbüro, Rigaer Straße 85, 10247 Berlin (StG Friedrichshain Onboarding/Treffen)

Dienstag, 28. April 2026, 19 Uhr in der Malmöer Straße 29, 10439 Berlin, Metalltreppe am Haus hochgehen zum Raum (StG Pankow Onboarding/Infotreffen/Stammtisch)

Donnerstag, 30. April 2026, 19 Uhr im Tante Emma, Köpenicker Straße 1, 10997 Berlin (StG Kreuzberg Onboarding/Treffen)

Donnerstag, 30. April 2026, 19 Uhr im Kampagnenbüro, Rigaer Straße 85, 10247 Berlin (StG Friedrichshain Onboarding/Treffen)

Montag, 04. Mai 2026, 18 Uhr in der Kiezoase, Barbarossastraße 65, 10781 Berlin (StG Schöneberg Treffen)

Dienstag, 05. Mai 2026, 18:30 Uhr im Interkular, Lichtenrader Straße 12, 12049 Berlin (StG Neukölln)

Stadtteilgruppen

Du willst dich für den Verkehrsentscheid engagieren? Zum Unterschriften sammeln oder für Aktionen, aber nicht durch ganz Berlin fahren? Dann wirst du am besten in der Stadtteil-Gruppe in deinem Bezirk aktiv! Tritt entweder der Signal-Gruppe deiner Stadtteilgruppe bei oder schreib uns eine Mail.

Mitte

Signal Gruppe

mitte@verkehrsentscheid.de

Wedding und Moabit

Signal Gruppe

wedding@verkehrsentscheid.de

Friedrichshain

Signal Gruppe

friedrichshain@verkehrsentscheid.de

Kreuzberg

Signal Gruppe

kreuzberg@verkehrsentscheid.de

Pankow und Prenzlauer Berg

Signal Gruppe

pankow@verkehrsentscheid.de

Charlottenburg-Wilmersdorf

Signal Gruppe

charlottenburg@verkehrsentscheid.de

Tempelhof-Schöneberg

Signal Gruppe

schoeneberg@verkehrsentscheid.de

Neukölln

Signal Gruppe

neukoelln@verkehrsentscheid.de

Treptow-Köpenick

Signal Gruppe

treptow-koepenick@verkehrsentscheid.de

Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf

Signal Gruppe

lichtenberg@verkehrsentscheid.de

Steglitz-Zehlendorf

steglitz-zehlendorf@verkehrsentscheid.de

Reinickendorf

reinickendorf@verkehrsentscheid.de

Hochschulgruppen

Signal Gruppe

warum Verkehrsentscheid?

Der Verkehrsentscheid sorgt dafür, dass Kinder sicher spielen können, dass Menschen sich im öffent­lichen Raum begegnen und tief durchatmen können, und er ermöglicht gute Mobilität für alle. Ohne dass der Alltag durch Lärm und Abgase beein­trächtigt wird. Wir wollen keine Verkehrs­toten und Schwer­verletzten mehr beklagen müssen in unserer Stadt. Der Verkehrs­entscheid leistet außerdem einen entschei­denden Beitrag zum Klima­schutz und für eine klima­resiliente Stadt.

Der Verkehrsentscheid kommt allen in Berlin zugute: durch mehr Lebens­qualität, Ruhe, saubere Luft, Sicherheit. Er schafft mehr Platz für alle, die sich gesund und klima­freundlich fortbewegen wollen. Ebenso profitieren vom Verkehrs­entscheid alle, die aufs Auto angewiesen sind, denn unser Gesetz­entwurf sieht Rege­lungen und Ausnahmen für notwendige Kfz-Fahrten vor.

Andere Metropolen Europas sind längst auf dem Weg aus dem Stau. Mit dem Verkehrs­entscheid wird Berlin zum Vorbild, das Mut macht und zeigt, wie wir gemeinsam etwas verändern können: um Lebens­qualität zurück­zu­erobern durch eine wirk­same, sozial gerechte Verkehrswende.

das steht im Gesetz

Nach vier Jahren Übergangs­frist werden alle Straßen innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings (ausgenommen Bundes­straßen) zu auto­reduzierten Straßen umgewidmet. Ab dann sind die Straßen vor allem für den ÖPNV, für Fahrräder und für Menschen zu Fuß da. Motori­sierte Fahrzeuge werden hier nur ausnahms­weise genutzt: wenn es dafür einen guten Grund gibt.

Zu den notwendigen Fahrten, die weiterhin möglich sind, zählen der öffent­liche Verkehr (z. B. Polizei, Rettungs­dienst, Feuerwehr, Müll­abfuhr, Taxen), der Wirtschafts- und Liefer­verkehr sowie Fahrten von Menschen, die auf ein Kfz angewiesen sind (z. B. weil sie in ihrer Mobilität einge­schränkt sind oder nachts arbeiten müssen).

Es ist unkompliziert möglich, bis zu zwölfmal im Jahr für jeweils 24 Stunden ein Kfz inner­halb der Umwelt­zone zu nutzen. Dies gilt pro Kopf, auch für Kinder. Eine vierköpfige Familie beispiels­weise kann an 48 Tagen im Jahr ein Kfz inner­halb der Umwelt­zone nutzen.

Ziele des Gesetzes

Zu unserem Berliner Gesetz für gemeinwohl­orientierte Straßen­nutzung stellte der Berliner Verfas­sungs­gerichtshof in seinem Urteil fest:

„Ein milderes staatliches Mittel, mit dem eine Redu­zierung des Kraft­fahrzeug­aufkommens in vergleich­barem Umfang aber weniger belastend erreicht werden könnte, ist nicht ersichtlich. Zwar sind verschiedene regulative Maßnahmen vorstellbar, um …

Aber keine dieser Maßnahmen erscheint gleich wirksam“ wie der Gesetzentwurf unserer Initiative. VerfGH Berlin, Urteil vom 25.06.2025, Az. 43/22, Rn. 186

„Insbesondere könnte eine generelle Reduzierung des Kraft­fahrzeug­verkehrs­aufkommens nicht durch eine alleinige Begrenzung des Schad­stoff­ausstoßes, zum Beispiel durch den Ausschluss lediglich von Kraft­fahr­zeugen mit Verbren­nungs­motoren, erreicht werden.“ VerfGH­Berlin, Urteil vom 25.06.2025, Az. 43/22, Rn. 187

die Initiative für den Verkehrsentscheid

Hinter dem Verkehrs­entscheid steht eine Initiative ehrenamtlich engagierter Menschen aus allen Teilen Berlins. Unterstützt wird das Team durch erfahrene Jurist*innen, mobilitäts- und klima­politische Expertinnen sowie eine große Zahl von Aktivist*innen, die sich für zukunfts­fähige Verkehrs­politik und eine sozial gerechte Stadt einsetzen.

Seid ihr gegen Autos an sich?

Nein. Autos sind für viele Dinge sehr nützlich. Es geht darum, sie im Sinne ihres Gebrauchs­werts zu nutzen. Zum Beispiel für Fahrten behinderter Menschen, für Fahrten im öffentlichen Interesse (Rettungs- und Pflege­dienste, Polizei und Feuerwehr) und für den Transport schwerer Lasten (Umzüge, Wirtschafts­verkehr und große Lieferungen). In einer autoarmen Stadt ist genügend Platz, damit die wichtigen Autofahrten sicher und schnell genug sind.

Was ist, wenn ich auf mein Auto angewiesen bin?

Menschen, die innerhalb des S-Bahn-Rings zwingend auf ein Auto angewiesen sind (z. B. aus gesundheitlichen Gründen oder weil sie im öffentlichen Interesse unterwegs sind), dürfen natürlich weiterhin dort fahren und erhalten eine entsprechende Sonder­nutzungs­erlaubnis.

Diejenigen, die wirklich auf ein Auto angewiesen sind, kommen in einer auto­reduzierten Stadt besser an ihr Ziel. Für sie wird es endlich genug Platz zum Fahren und Parken geben.

Wie soll der ÖPNV die vielen neuen Fahrgäste aufnehmen?

Der öffentliche Nahverkehr muss ausgebaut werden. Wir sind überzeugt, dass der Ausbau durch den Volks­entscheid endlich vorangetrieben wird. Das Gesetz lässt genug Zeit, kurz­fristig und ohne große Investitionen neue Buslinien auszubauen. Mittelfristig sollen sowohl in der Innenstadt als auch in den Außen­bezirken neue Straßenbahn­linien gebaut werden. Takt­verdich­tungen auf Tram-, S- und U-Bahnlinien sorgen in den Außenbezirken für eine bessere Anbindung und in der Innenstadt für eine maximal mögliche Auslastung des vorhandenen Netzes.

Führt eine autofreie Innenstadt zu Verdrängung?

Diese Gefahr besteht. Dort wo es schön ist, wollen auch reiche Menschen gerne leben. Durch sie steigen die Preise, und Menschen mit geringeren Einkommen werden verdrängt. Um Verdrängung zu stoppen, braucht Berlin dringend eine soziale Wohnungs­politik im Sinne der Mieter*innen.

Begleitend zu unserem Gesetz fordern wir vom Senat und den Bezirken die Ausweisung von Milieu­schutz­gebieten mindestens innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings.

Heute leben Menschen mit wenig Einkommen, die in vielen Fällen selbst kein Auto haben, häufig an den lautesten und dreckigsten Straßen und büßen damit am meisten Lebens­qualität ein.[1]  Die Kämpfe um bezahlbaren Wohnraum und um Straßen, auf denen wir sicher, gesund und entspannt unterwegs sein können, müssen miteinander verbunden werden.

Fahren und parken dann nicht zu viele Autos knapp außerhalb des S-Bahn-Rings?

Durch den Volksentscheid werden deutlich weniger Autos im S-Bahn-Ring fahren, wodurch der Auto­verkehr um den Ring herum eher abnimmt. Das Gesetz gibt dem Senat und den Bezirken ein Instrument an die Hand, mit dem später auch Straßen außerhalb des S-Bahn-Rings zu auto­reduzierten Straßen werden können.

Für die Kieze knapp außerhalb des S-Bahn-Rings fordern wir außerdem eine flächen­deckende Park­raum­bewirt­schaftung. Dadurch wird Parken am Ring teurer und unattraktiv. Vor allem aber soll der ÖPNV bis in die Außen­bezirke gut, sicher und komfortabel ausgebaut werden.

Wie transportiere ich ohne Auto den Wocheneinkauf für meine Familie?

In der Innenstadt haben die meisten Familien die nächste Einkaufsgelegenheit gleich um die Ecke. Daher kauft die große Mehrheit der Berliner*innen innerhalb des S-Bahn-Rings schon heute ohne Auto ein — unter ihnen viele Familien und Alleinerziehende.

Gerade Familien mit Kindern befürworten die autofreie Innenstadt über­durch­schnittlich stark. Denn weniger Autos ermöglichen einen sicheren Schulweg und freies Spielen auf der Straße.

Wenn doch mal ein großer Einkauf ansteht, gibt es Liefer­dienste ohne Mehr­kosten, die bereits jetzt schon verstärkt angeboten werden. Das Gute ist: Diese Liefer­dienste werden dank unseres Gesetzes nicht mehr ständig im Stau stehen!

Was ist mit meiner alten Nachbarin? Sie hat eine körperliche Einschränkung und ist auf ihr Auto angewiesen!

Alle Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind, werden es auch in Zukunft nutzen dürfen — dazu zählen auch Menschen mit einge­schränkter Mobilität. Unser Gesetzes­vorschlag sieht Ausnahmen für sie sowie für andere Gruppen vor, die auf ein Auto angewiesen sind.

Ein insgesamt stark verringertes Verkehrs­aufkommen führt dazu, dass Deine Nachbarin schneller und weniger gestresst als bisher ans Ziel kommt!

Was ist mit Carsharing?

Carsharing ist weiterhin möglich, zum Beispiel wenn Du mal raus ins Grüne willst. Oder wenn Du das Urlaubs­gepäck gern direkt vor der Haustür in den Kofferraum laden möchtest. Oder wenn Du umziehst oder etwas Schweres oder Sperriges transportieren willst.

Doch wir wollen nicht, dass Berlin einfach mit Carsharing-Autos zugeparkt wird. Deshalb haben alle bis zu zwölfmal im Jahr die Möglichkeit, für solche Fahrten ein Auto zu nutzen. Die Sonder­erlaubnis für den entsprechenden Tag kann unkompli­ziert und schnell online abgerufen werden.

Ob die Fahrt mit einem Mietwagen oder Carsharing, mit einem von Freund*innen ausgeliehen Auto oder mit dem eigenen Auto durchgeführt wird, bleibt allen selbst überlassen. Vermutlich wird die Bedeutung von Carsharing eher zunehmen, da es sich immer weniger lohnen wird, ein eigenes Auto zu unterhalten.

Ist das nicht ein riesiges Bürokratiemonster?

Wir schlagen ein einfaches Online-Verfahren vor. Langfristige Sonder­genehmigungen (beispielsweise für Liefer­verkehr, Pflege­dienste etc.) können online beantragt werden.

Für einen Umzug, die Fahrt in den Urlaub etc. kann jede*r Berliner*in ein Kontingent an Privat­fahrten nutzen. Hierfür genügt ein QR-Code, der online ausgedruckt werden kann — einfach direkt in den nächsten Mietwagen steigen und QR-Code hinter die Wind­schutz­scheibe legen. Der Weg über die Verwaltung ist dabei nicht notwendig.

Für Ordnungs­ämter fällt mit weniger Verkehr auch extrem viel Arbeit weg (weniger Unfälle, weniger Falschparker etc.). Für die Umstellung zur autoredu­zierten Zone werden zudem neue Stellen in der Senatsverwaltung geschaffen.

Reicht denn nicht eine verbrennerfreie Zone?

Berlin soll ruhiger, sicherer und grüner werden. Außerdem wollen wir mehr Platz für alle. Dafür brauchen wir eine echte Verkehrswende. Einfach nur die Verbrenner durch Elektro­autos zu ersetzen löst keines der Probleme, auf die unser Volks­entscheid abzielt. Denn:

  • Auch E-Autos nehmen Platz weg und besetzen den öffentlichen Raum, ob parkend oder fahrend.

  • Auch E-Autos verursachen Unfälle und Verkehrstote.

  • Nur rund 15% der gesundheitsschädlichen Feinstaubemissionen von Autos kommen aus dem Auspuff. Der meiste Feinstaub entsteht hingegen durch Abrieb von Bremsen und Reifen sowie durch Aufwirbelung von Straßenstaub — auch beim Elektroauto.

Abgesehen davon halten wir den Ansatz für sozial ungerecht: Wer es sich leisten kann, seinen Verbrenner durch den Kauf eines neuen E-Autos zu ersetzen, soll weiterhin durch die Innenstadt fahren und hier parken dürfen? Unser Volksentscheid zielt auf eine gerechtere Verteilung der knappen Fläche in Berlin ab, nicht auf die Privilegierung von Wohlhabenden.

Wie soll das finanziert werden?

Die Umsetzung unseres Gesetzentwurfs verursacht verhältnis­mäßig geringe Kosten, die für die Kontrolle des auto­reduzierten Bereichs durch die Verwaltung anfallen. Auf große bauliche Maßnahmen wollen wir verzichten. Die Berliner*innen können sich den frei­werdenden Platz kreativ aneignen.

Wir gehen von jährlich ca. 5 Mio. Euro aus, die für Verwaltungs­aufwand und sonstige Mehrkosten im Landes­haushalt anfallen. Dem stehen rund 425 Mio. Euro gegenüber, die jährlich eingespart werden, da externe Kosten des Individual­verkehrs (Folgekosten durch Unfälle, Staus, Klimaschäden usw.) wegfallen. Das Gesetz bringt also eine jährliche Kosten­ersparnis von etwa 420 Mio. Euro.

Unser jetziges Verkehrs­system, in dem das Auto im Mittelpunkt steht, ist sehr kostspielig. Berlin steckt jedes Jahr über eine Million Euro in den Erhalt von Straßen. Autos verursachen volks­wirtschaft­lich im Vergleich die höchsten Kosten infolge negativer Umweltfolgen: rund 6 Cent pro Kilometer.[2]  Der ÖPNV kostet die Gemeinschaft umge­rechnet nur halb so viel. Die geringsten Umweltkosten verursacht Fahrrad­verkehr. Mittel­fristig wird durch unser Gesetz also viel Steuergeld eingespart.

Wie sollen Krankentransporte stattfinden?

Krankentransporte gehören zu den Ausnahmefällen, die weiterhin innerhalb des Rings ohne jede Einschränkung fahren dürfen — ebenso wie z. B. Feuerwehr, Müllabfuhr und anderer Verkehr zu öffent­lichen Zwecken. Es ändert sich nur eines: Kranken­transporte werden viel besser durchkommen und nicht im Stau stehen müssen!

Wie kommen dann die Waren in die Läden?

Für den Lieferverkehr gilt eine allgemeine Ausnahme­regelung, sodass die Stadt weiter mit Waren versorgt werden kann. Mit einem Unterschied: Es wird schneller gehen, weil der Liefer­verkehr viel besser durchkommt. So funktioniert das ja auch heute schon in den vielen Fußgänger­zonen in ganz Deutschland. Dort gibt es besonders viele Geschäfte, weil Menschen gerne entspannt bummeln, wo sie vor dem motori­sierten Verkehr geschützt sind.

Was ist, wenn ich einen Ausflug ins Grüne unternehmen will?

Kein Problem: Es ist unkompliziert möglich, bis zu zwölfmal im Jahr für jeweils 24 Stunden ein Kfz innerhalb der Umweltzone zu nutzen. Dies gilt pro Kopf, auch für Kinder. Eine vierköpfige Familie beispielsweise kann an 48 Tagen pro Jahr ein Kfz innerhalb der Umweltzone nutzen. Einfach Sharing-Auto mieten, Fahrt online anmelden und los geht’s.

Die Zukunft von Städten ist verkehrsberuhigt

Bis zum 8. Mai 2026 haben wir Zeit, um rund 240.000 Unter­schriften zu sammeln. Damit bringen wir den Verkehrs­entscheid zur Abstimmung.

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Lade dir unsere Unter­schrifts­liste als PDF zum selber ausdrucken herunter, oder bestelle die Listen per Post in deinen Briefkasten. Alternativ kannst Du im Bürgeramt oder bei Soliorten in Deiner Nähe unterschreiben, hier ist die Liste der amtlichen Eintragungsstellen und eine Auswahl von Soliorten.

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Infos

Du willst mehr wissen? Hier findest du kompakte Infos zum Gesetz. Unseren Gesetzes­text samt Begründung kannst Du als PDF runterladen, und hier das Urteil des Verfassungs­gerichtshofs Berlin (PDF). Oder schau in unsere FAQs.

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Postanschrift:
Verkehrsentscheid
Aktionsbüro Volksbegehren
Rigaer Straße 85
10247 Berlin

Das Aktionsbüro ist täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet, komm vorbei!

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IBAN: DE60 4306 0967 1298 5820 00
BIC: GENODEM1GLS
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